Bonbonlikör erinnert an die süßen Klassiker aus der Kindheit und lässt sich mit wenigen Zutaten ganz einfach selbst herstellen. Je nach verwendeter Bonbonsorte entstehen immer wieder neue Geschmacksrichtungen – von fruchtig über erfrischend bis hin zu cremig-süß.
Zutaten für ca. 2,5 Liter Bonbonlikör mit ca. 25 % vol.
- 500 g Bonbons
- 700 ml Weingeist 96,4 % vol.
- 1500 ml destilliertes Wasser
- 1 Likörfilter mittel
Optional:
-
etwas Zitronenschalenabrieb für mehr Frische
Zubereitung
Die Bonbons vollständig auspacken und in ein gut verschließbares Gefäß geben.
Anschließend den Weingeist mit zunächst 500 ml destilliertem Wasser vermischen und über die Bonbons geben. Alles gut verrühren und das Gefäß dicht verschließen.
Den Ansatz nun bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Je nach Bonbonsorte lösen sich die Bonbons innerhalb von etwa 2–3 Tagen nahezu vollständig auf. Während dieser Zeit das Gefäß gelegentlich leicht schwenken oder umrühren.
Sobald sich die Bonbons weitgehend aufgelöst haben, wird der Ansatz durch den Likörfilter mittel filtriert, um feine Rückstände und mögliche Trübungen zu entfernen.
Danach die restlichen 1000 ml destilliertes Wasser hinzufügen und alles sorgfältig verrühren.
Den Likör anschließend etwa 24 Stunden ruhen lassen, damit sich die Aromen harmonisch verbinden können.
Abschmecken
Jetzt folgt das persönliche Abrunden des Likörs:
- Ist der Likör zu kräftig, kann vorsichtig etwas destilliertes Wasser ergänzt werden.
- Für einen höheren Alkoholgehalt kann etwas Weingeist hinzugegeben werden.
- Fehlt Süße, kann nach und nach etwas Invertzucker ergänzt werden.
- Ist der Likör zu süß, kann die Balance mit einer Mischung aus 1 Teil Weingeist und 3 Teilen destilliertem Wasser angepasst werden.
Da Bonbons je nach Sorte sehr unterschiedlich in Aroma, Süße und Farbintensität ausfallen können, empfiehlt es sich, den Likör langsam und in kleinen Schritten abzuschmecken.
Tipp aus der Brennerei
Besonders harmonisch werden Bonbonliköre mit:
- Kräuterbonbons
- Sahnebonbons
- Fruchtbonbons
- Karamellbonbons
Der Likör gewinnt häufig nach einigen Tagen Ruhezeit nochmals deutlich an Rundheit und Harmonie.
Zum Wohl! 🍬🥃
Häufige Fragen zum Bonbonlikör
Welche Bonbons eignen sich für Bonbonlikör?
Grundsätzlich eignen sich viele Bonbonsorten. Besonders beliebt sind Fruchtbonbons, Kräuterbonbons, Sahnebonbons, Karamellbonbons oder Pfefferminzbonbons. Wichtig ist, dass die Bonbons ohne Füllung sind und sich gut auflösen.
Wie lange dauert die Herstellung von Bonbonlikör?
Die Bonbons lösen sich meist innerhalb weniger Stunden bis Tage vollständig im Alkohol auf. Danach kann der Likör bereits abgefüllt und genossen werden.
Welcher Alkohol eignet sich am besten?
Geschmacksneutraler Weingeist oder Ansatzkorn eignen sich besonders gut, da sie den Geschmack der Bonbons nicht überdecken und die Aromen optimal aufnehmen.
Warum lösen sich manche Bonbons nur langsam auf?
Bonbons mit hohem Fettanteil, Milchbestandteilen oder Überzügen benötigen oft deutlich länger. Gelegentliches Schütteln oder leichtes Erwärmen des Ansatzes kann den Auflösungsprozess beschleunigen.
Kann man verschiedene Bonbonsorten kombinieren?
Ja, durch das Mischen verschiedener Sorten entstehen spannende neue Geschmacksrichtungen. Besonders gut harmonieren fruchtige Bonbons mit Zitrusnoten oder Kräuterbonbons mit einer leichten Süße.
Wie süß wird Bonbonlikör?
Das hängt von der verwendeten Bonbonsorte ab. Da Bonbons bereits viel Zucker enthalten, sollte zusätzlicher Zucker oder Invertzucker zunächst sparsam dosiert und erst nach dem Probieren ergänzt werden.
Wie lange ist Bonbonlikör haltbar?
Durch den Alkohol- und Zuckergehalt ist Bonbonlikör mehrere Monate bis Jahre haltbar. Für den besten Geschmack empfiehlt sich die Lagerung an einem kühlen und dunklen Ort.
Welche Bonbons eignen sich besonders für Einsteiger?
Fruchtbonbons, Himbeerbonbons, Zitronenbonbons oder klassische Kräuterbonbons liefern meist die zuverlässigsten Ergebnisse und ergeben einen klaren, intensiven Geschmack.