Zutaten für ca. 2,5 Liter Kürbislikör mit ca. 25 % vol.
- 3 kg Speisekürbis (z. B. Hokkaido oder Muskatkürbis)
- 700 ml Weingeist 96,4 % vol.
- 400 ml Invertzucker
- 250 ml destilliertes Wasser
- 1000 ml Wasser zum Kochen
- 2 Zimtstangen
- 1 Likörfilter mittel
Optional für mehr Aroma
- 1 Vanilleschote
- etwas frisch geriebene Muskatnuss
- 2–3 Gewürznelken
Zubereitung
Den Kürbis gründlich waschen, entkernen und in etwa 2 cm große Würfel schneiden.
Anschließend die Kürbiswürfel in einen Topf geben und mit 1000 ml Wasser übergießen.
Die Mischung unter gelegentlichem Rühren zum Kochen bringen und anschließend etwa 20–25 Minuten weich köcheln lassen.
Danach die Kürbisstücke abgießen und vollständig abkühlen lassen.
Nun den gekochten Kürbis fein pürieren und zusammen mit den Zimtstangen in ein gut verschließbares Gefäß geben.
Optional können jetzt noch eine aufgeschnittene Vanilleschote, etwas Muskatnuss oder einige Gewürznelken hinzugefügt werden.
Anschließend den Weingeist zugeben und alles gründlich vermischen.
Den Ansatz nun für etwa 7–14 Tage an einem kühlen und dunklen Ort ruhen lassen.
Während der Ziehzeit das Gefäß alle 2–3 Tage leicht schwenken, damit sich die Aromen optimal entfalten können.
Nach der Ruhezeit den Ansatz zunächst durch ein Geschirrtuch oder einen Pressbeutel geben und gründlich auspressen.
Den verbleibenden Kürbistrester anschließend mit 250 ml destilliertem Wasser vermischen und nochmals sorgfältig ausdrücken. Dadurch können zusätzliche Aromen und Restalkohol gewonnen werden.
Den gesamten gewonnenen Saft anschließend durch einen Likörfilter mittel filtrieren.
Nun den Invertzucker hinzufügen und alles sorgfältig verrühren, bis sich dieser vollständig gelöst hat.
Den Likör anschließend etwa 24 Stunden ruhen lassen, damit sich die Aromen harmonisch verbinden können.
Abschmecken
Jetzt folgt das persönliche Abrunden des Likörs:
- Ist der Likör zu kräftig, kann vorsichtig etwas destilliertes Wasser ergänzt werden.
- Für mehr Intensität kann etwas Weingeist hinzugegeben werden.
- Fehlt Süße, nach und nach etwas Invertzucker ergänzen.
- Ist der Likör zu süß, kann vorsichtig etwas destilliertes Wasser ergänzt werden.
Da Kürbissorten je nach Sorte, Reifegrad und Wassergehalt unterschiedlich intensiv ausfallen können, empfiehlt es sich, den Likör langsam und in kleinen Schritten abzuschmecken.
Tipp aus der Brennerei
Besonders aromatisch wird Kürbislikör mit Hokkaido-Kürbis, da dieser ein kräftiges Aroma und eine natürliche Süße mitbringt.
Die Kombination aus Kürbis, Zimt und Vanille erinnert geschmacklich an herbstliche Desserts und sorgt für ein angenehm weiches Aroma.
Nach etwa 2–4 Wochen Flaschenreife wirkt der Likör meist deutlich runder, harmonischer und vollmundiger.
Kühl und dunkel gelagert bleiben die feinen Kürbis- und Gewürzaromen besonders gut erhalten.
Zum Wohl! 🎃🥃