Johannisbeerlikör begeistert mit seinem intensiven Beerenaroma, seiner leuchtend roten Farbe und einer angenehm fruchtigen Säure. Rote Johannisbeeren verleihen ihm eine erfrischende, leicht säuerliche Note, während schwarze Johannisbeeren für einen kräftigeren, herberen Geschmack sorgen. Mit feinem Weingeist und einer ausgewogenen Süße entsteht ein aromatischer Fruchtlikör, der pur, auf Eis oder als besondere Zutat für Desserts hervorragend schmeckt.
Zutaten für ca. 2 Liter Johannisbeerlikör mit ca. 25 % vol.
- 600 g Johannisbeeren (rot, schwarz oder gemischt)
- 600 ml Weingeist 96,4 % vol.
- 700 ml Invertzucker
- 500 ml destilliertes Wasser
- 1 Likörfilter mittel
Optional für mehr Frische
- 1–2 dünne Streifen Zitronenschale (nur die äußere gelbe Schicht)
Zubereitung
Für diesen Likör können sowohl rote als auch schwarze Johannisbeeren verwendet werden.
Rote Johannisbeeren sorgen für ein fruchtig-mildes Aroma, während schwarze Johannisbeeren kräftiger und herber ausfallen. Besonders ausgewogen wird der Likör mit einer Mischung aus beiden Sorten.
Die Johannisbeeren sorgfältig verlesen, von den Rispen lösen und anschließend leicht zerdrücken.
Nun die Früchte zusammen mit dem Weingeist in ein gut verschließbares Gefäß geben.
Optional können jetzt noch 1–2 dünne Streifen Zitronenschale hinzugegeben werden. Dabei möglichst nur die äußere gelbe Schicht verwenden, da die weiße Innenschicht Bitterstoffe enthalten kann.
Den Ansatz anschließend etwa 7–14 Tage an einem kühlen und dunklen Ort ruhen lassen.
Während der Ziehzeit das Gefäß alle 2–3 Tage leicht schwenken oder vorsichtig umrühren, damit sich die Aromen gleichmäßig entfalten können.
Nach der Ruhezeit den Ansatz in ein sauberes Geschirrtuch oder einen Pressbeutel geben und gründlich auspressen.
Den verbleibenden Fruchtrückstand anschließend mit etwa 500 ml destilliertem Wasser vermischen und nochmals sorgfältig ausdrücken. Dadurch können weitere Fruchtaromen und Restalkohol schonend gewonnen werden.
Der gesamte gewonnene Saft wird nun durch den Likörfilter filtriert, um feine Fruchtbestandteile und Trübungen zu entfernen.
Nun den Invertzucker hinzufügen und alles sorgfältig verrühren, bis sich dieser vollständig gelöst hat.
Den Likör anschließend etwa 24 Stunden ruhen lassen, damit sich die Aromen harmonisch verbinden können.
Abschmecken
Jetzt folgt das persönliche Abrunden des Likörs:
- Ist der Likör zu kräftig, kann vorsichtig etwas destilliertes Wasser ergänzt werden.
- Für mehr Intensität kann etwas Weingeist hinzugegeben werden.
- Fehlt Süße, nach und nach etwas Invertzucker ergänzen.
- Ist der Likör zu süß, kann die Balance mit einer Mischung aus 1 Teil Weingeist und 2 Teilen destilliertem Wasser angepasst werden.
Da Johannisbeeren je nach Sorte und Reifegrad unterschiedlich intensiv ausfallen können, empfiehlt es sich, den Likör langsam und in kleinen Schritten abzuschmecken.
Tipp aus der Brennerei
Besonders aromatisch wird Johannisbeerlikör mit vollreifen Beeren aus der Sommerernte.
Rote Johannisbeeren sorgen für eine fruchtige Frische, während schwarze Johannisbeeren dem Likör eine kräftige, charaktervolle Note verleihen.
Nach etwa 2–3 Wochen Flaschenreife wirkt der Likör meist deutlich runder, weicher und harmonischer im Geschmack.
Kühl und dunkel gelagert bleiben die fruchtigen Beerenaromen besonders gut erhalten.
Zum Wohl! 🍇🥃
Bei unserem destillierten Wasser (auch als Aqua dest. bezeichnet), handelt es sich um reines H2O ohne Spurenelemente, Ionen und Verunreinigungen, wie sie im normalen Quell- und Leitungswasser vorkommen. Unser Aqua dest. ist nicht für medizinische und pharmazeutische Anwendungen geeignet, die Sterilität erfordern (Augentropfen, Infusionen, Injektionen, ...).
Zur Feinfiltration von Weinen, Mosten und Likören. Unsere Likörfilter eignen sich bestens dazu, Ihren Likör oder Saft von unerwünschten Trüb- und Schwebepartikeln zu reinigen. Je nach Verschmutzungs-, bzw. Trübungsgrad des Liköres/Saftes, reicht ein Faltenfilter für die Filtration von 5-10 Litern aus.
Unsere bewährter Trichter eignet sich hervorragend, unsere Likörfilter aufzunehmen. Mit einem Fassungsvermögen von 3l lässt sich die volle Fläche des Filters somit problemlos ausnutzen. Durchgehende Rillen verbessern den Abfluss der filtrierten Flüssigkeit.
Trockenglukose entspricht 1/3 der Süßkraft von Zucker bzw. Invertzuckersirup. Ein Zusatz von Glukose macht Liköre sämiger und verbessert das Geschmacksbild. Trockenglukose wird einfach in den Likör eingerührt. Flüssiger Glukosesirup kann in Rezepten einfach ausgetauscht werden. Für 1 Liter Glukosesirup verwendet man 1 kg Trockenglukose + 0,33 Liter Wasser. Die Lieferung erfolgt im wiederverschließbaren PE-Becher. Mindesthaltbarkeit: Mindestens 10 Monate ab Bestelldatum.
Inhalt: 0.5 Kilogramm (11,98 € / 1 Kilogramm)
Welche Johannisbeeren eignen sich am besten für Johannisbeerlikör?
Sowohl rote als auch schwarze Johannisbeeren eignen sich hervorragend. Rote Johannisbeeren sorgen für ein fruchtiges Aroma mit einer angenehm erfrischenden Säure. Schwarze Johannisbeeren schmecken intensiver und etwas herber. Eine Mischung aus beiden Sorten ergibt einen besonders ausgewogenen Likör.
Kann ich auch tiefgekühlte Johannisbeeren verwenden?
Ja, tiefgekühlte Johannisbeeren eignen sich ebenfalls für die Herstellung von Johannisbeerlikör. Sie sollten vor der Verarbeitung ausreichend erhitzt und anschließend vollständig abgekühlt werden, da mögliche Krankheitserreger das Einfrieren überstehen können. Der dabei austretende Fruchtsaft kann mitverwendet werden.
Müssen die Johannisbeeren vor der Verarbeitung von den Rispen entfernt werden?
Ja, die Johannisbeeren sollten möglichst vollständig von den Rispen gelöst werden. Die grünen Stiele können unerwünschte herbe oder bittere Geschmacksnoten an den Likör abgeben. Anschließend werden die Beeren leicht zerdrückt, damit sich ihre Aromen besser lösen können.
Wie lange sollte Johannisbeerlikör ziehen?
Der Ansatz sollte etwa 7–14 Tage an einem kühlen und dunklen Ort ruhen. Während dieser Zeit empfiehlt es sich, das Gefäß alle 2–3 Tage leicht zu schwenken. So können sich die Fruchtaromen gleichmäßig im Alkohol entfalten.
Warum wird Zitronenschale hinzugefügt?
Zitronenschale verleiht dem Johannisbeerlikör eine zusätzliche frische Note und ergänzt das natürliche Beerenaroma. Dabei sollte ausschließlich die äußere gelbe Schicht verwendet werden, da die weiße Innenschicht Bitterstoffe enthalten kann. Die Zugabe ist optional.
Wie kann ich die Säure des Johannisbeerlikörs beeinflussen?
Der Säuregehalt hängt vor allem von der verwendeten Johannisbeersorte und dem Reifegrad der Früchte ab. Rote Johannisbeeren besitzen eine ausgeprägte fruchtige Säure, während schwarze Johannisbeeren kräftiger und herber schmecken. Ist der fertige Likör zu sauer, kann er vorsichtig mit etwas zusätzlichem Invertzucker abgerundet werden.
Warum wird mein Johannisbeerlikör trüb?
Eine leichte Trübung kann durch natürliche Fruchtbestandteile, Pektine und feine Schwebstoffe entstehen. Eine sorgfältige Filtration mit einem mittleren Likörfilter kann diese reduzieren. Leichte Ablagerungen sind bei selbstgemachten Fruchtlikören möglich.
Wie hoch ist der Alkoholgehalt des Johannisbeerlikörs?
Das Rezept der Brennerei Kessler ist auf ungefähr 25 % vol. ausgelegt. Der tatsächliche Alkoholgehalt hängt jedoch von der gewonnenen Fruchtsaftmenge, dem endgültigen Gesamtvolumen und möglichen Anpassungen beim Abschmecken ab.
Wie lange ist selbstgemachter Johannisbeerlikör haltbar?
Bei hygienischer Herstellung, ausreichendem Alkoholgehalt und sachgerechter Lagerung kann Johannisbeerlikör mehrere Monate haltbar sein. Die tatsächliche Haltbarkeit hängt unter anderem von der Zusammensetzung, der Filtration und den Lagerbedingungen ab. Am besten wird der Likör in sauberen, gut verschlossenen Flaschen kühl und dunkel aufbewahrt.
Wozu passt Johannisbeerlikör besonders gut?
Johannisbeerlikör schmeckt pur, leicht gekühlt oder auf Eis. Er eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Vanilleeis, Panna cotta, Käsekuchen und Schokoladendesserts. Auch als fruchtige Ergänzung zu Sekt, Prosecco oder sommerlichen Cocktails sorgt er für eine angenehm erfrischende Beerennote.