Bratapfellikör vereint den Geschmack von saftigen Äpfeln mit den typischen Gewürzen der Weihnachtszeit. Die Kombination aus Apfel, Zimt, Vanille und weiteren winterlichen Aromen sorgt für einen besonders aromatischen Likör, der sich hervorragend für kalte Tage, als Geschenk oder zum Verfeinern von Desserts eignet.
Zutaten für ca. 2,5 Liter Bratapfel-Likör mit ca. 25 % vol.
- 10 kleine Äpfel (ca. 1000 g)
- 700 ml Weingeist 96,4 % vol.
- 400 ml Invertzucker
- 5 Zimtstangen
- 2 Vanilleschoten
- 2 Sternanis
- 1 unbehandelte Zitrone
- 1500 ml destilliertes Wasser
-
1 Likörfilter mittel
Zubereitung
Die Äpfel gründlich waschen und anschließend mit einem Apfelausstecher Kerngehäuse und Stiele entfernen.
Die vorbereiteten Äpfel auf einem Backblech verteilen und im vorgeheizten Backofen bei etwa 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft zunächst etwa 5 Minuten vorgaren.
Anschließend die Zimtstangen und den Sternanis zu den Äpfeln geben und alles weitere 10 Minuten im Ofen erhitzen. Dadurch entwickeln die Gewürze und die Äpfel ihre typischen warmen Bratapfelaromen.
Die Zitrone nun dünn schälen. Dabei möglichst nur die äußere gelbe Schicht verwenden, da die weiße Innenschicht Bitterstoffe enthalten kann.
Die Vanilleschoten längs aufschneiden und das Mark vorsichtig herauskratzen.
Sobald die Äpfel etwas abgekühlt sind, diese zusammen mit den Zimtstangen, dem Sternanis, den Vanilleschoten, dem Vanillemark und den Zitronenschalen in ein gut verschließbares Gefäß geben.
Nun den Weingeist sowie das destillierte Wasser hinzufügen und alles sorgfältig verrühren.
Wichtig ist, dass die Äpfel möglichst vollständig von der Flüssigkeit bedeckt sind.
Den Ansatz anschließend für etwa 2–3 Wochen an einem kühlen und dunklen Ort ruhen lassen. Während dieser Zeit das Gefäß gelegentlich leicht schwenken oder umrühren, damit sich die Aromen gleichmäßig entfalten können.
Nach der Ziehzeit den gesamten Ansatz durch ein Sieb abgießen.
Der abgesiebte Ansatz wird anschließend durch den Likörfilter mittel filtriert, um feine Fruchtbestandteile und Trübungen zu entfernen.
Die Bratäpfel können übrigens noch leicht erwärmt und genossen werden.
Nun den Invertzucker hinzufügen und alles sorgfältig verrühren, bis sich dieser vollständig gelöst hat.
Den Likör anschließend etwa 24 Stunden ruhen lassen, damit sich die Aromen harmonisch verbinden können.
Abschmecken
Jetzt folgt das persönliche Abrunden des Likörs:
- Ist der Likör zu kräftig, kann vorsichtig etwas destilliertes Wasser ergänzt werden.
- Für mehr Intensität kann etwas Weingeist hinzugegeben werden.
- Fehlt Süße, nach und nach etwas Invertzucker ergänzen.
- Ist der Likör zu süß, kann die Balance mit einer Mischung aus 1 Teil Weingeist und 3 Teilen destilliertem Wasser angepasst werden.
- Für mehr winterliche Würze kann eine zusätzliche halbe Zimtstange kurz mitziehen.
Da Äpfel je nach Sorte und Reifegrad sehr unterschiedlich ausfallen können, empfiehlt es sich, den Likör langsam und in kleinen Schritten abzuschmecken.
Tipp aus der Brennerei
Besonders harmonisch wird der Bratapfel-Likör mit aromatischen Apfelsorten wie Elstar, Boskoop oder Jonagold.
Nach 2–4 Wochen Flaschenreife wirkt der Likör meist deutlich weicher, runder und vollmundiger.
Zum Wohl! 🍎🥃
Bei unserem destillierten Wasser (auch als Aqua dest. bezeichnet), handelt es sich um reines H2O ohne Spurenelemente, Ionen und Verunreinigungen, wie sie im normalen Quell- und Leitungswasser vorkommen. Unser Aqua dest. ist nicht für medizinische und pharmazeutische Anwendungen geeignet, die Sterilität erfordern (Augentropfen, Infusionen, Injektionen, ...).
Zur Feinfiltration von Weinen, Mosten und Likören. Unsere Likörfilter eignen sich bestens dazu, Ihren Likör oder Saft von unerwünschten Trüb- und Schwebepartikeln zu reinigen. Je nach Verschmutzungs-, bzw. Trübungsgrad des Liköres/Saftes, reicht ein Faltenfilter für die Filtration von 5-10 Litern aus.
Unsere bewährter Trichter eignet sich hervorragend, unsere Likörfilter aufzunehmen. Mit einem Fassungsvermögen von 3l lässt sich die volle Fläche des Filters somit problemlos ausnutzen. Durchgehende Rillen verbessern den Abfluss der filtrierten Flüssigkeit.
Häufige Fragen zum Bratapfellikör
Was unterscheidet Bratapfellikör von normalem Apfellikör?
Bratapfellikör enthält zusätzlich typische Wintergewürze wie Zimt, Vanille, Sternanis oder Nelken. Dadurch erinnert sein Geschmack an frisch gebackene Bratäpfel.
Muss man die Äpfel vorher backen?
Nein. Viele Rezepte verwenden frische Äpfel und erzielen den Bratapfelgeschmack über die Gewürze. Durch das Anbacken der Äpfel können jedoch zusätzliche Röstaromen entstehen.
Welche Gewürze passen besonders gut zu Bratapfellikör?
Zimt, Vanille, Sternanis, Nelken, Kardamom und etwas Orangenschale harmonieren besonders gut mit dem Apfelaroma und sorgen für einen typisch winterlichen Geschmack.
Welche Apfelsorten eignen sich für Bratapfellikör?
Aromatische Sorten wie Boskoop, Elstar oder Jonagold eignen sich besonders gut, da sie auch nach längerer Ziehzeit noch ein kräftiges Apfelaroma liefern.
Kann man Bratapfellikör auch warm genießen?
Ja. Leicht erwärmt entfalten sich die Gewürzaromen besonders intensiv. Der Likör sollte jedoch nicht gekocht werden, damit die feinen Aromen und der Alkohol erhalten bleiben.
Warum schmeckt mein Bratapfellikör zu stark nach Zimt?
Zimt gibt sein Aroma sehr schnell an den Alkohol ab. Ist der Geschmack zu dominant, können zusätzliche Apfelstücke oder etwas Likör ohne Gewürze zum Ausgleich verwendet werden.
Passt Bratapfellikör zu Desserts?
Bratapfellikör eignet sich hervorragend zum Verfeinern von Vanilleeis, Apfelstrudel, Waffeln, Kuchen oder winterlichen Nachspeisen.
Kann man Bratapfellikör verschenken?
Ja. Durch sein winterliches Aroma ist Bratapfellikör ein beliebtes Geschenk in der Advents- und Weihnachtszeit. Besonders dekorativ wirkt er in kleinen Flaschen mit einer Zimtstange oder getrockneten Apfelscheiben.